Einen gewissen Respekt vor manchen Yoga-Asanas, den Körperübungen, zu haben oder sich nicht zu trauen, sie zu üben ist ganz normal. Im Yoga, sowie auch in vielen Sportarten, geht es ja nicht nur um den Körper, sondern wir schulen auch unseren Mind und unsere Emotionen mit. Das ist genau das, was ich immer schon am spannendsten fand im Yoga.
Als Kind hatte ich gar keine Ängste oder Grenzen bei Asanas. Ich saß täglich im Spagat, bin im Rad rumgelaufen und bin auch in den Handstand gegangen, wobei Umkehrstellungen mir am wenigsten Spaß gemacht haben. Das hat sich bis heute nicht geändert, auch noch nach 50 Jahren sind Handstand & Co nicht meine Lieblingsasanas.
Durch Ashtanga lernte ich auch den Pincha Mayurasana, den Unterarmstand, wo man auf den Unterarmen sein Gewicht verlagert und die Beine vertikal nach oben bringt und hält. Es war nie meine Lieblingsasana, aber ich konnte darin für kurze Zeit stehen. Als ich nun aber vor zwei Jahren einen Skiunfall hatte, wo eine Bindung sich plötzlich öffnete und ich dadurch auf meinen linken Oberarm und Schulter stürzte, konnte ich den linken Arm kaum heben, geschweige denn, den Arm/die Schulter zwei Jahre lang wirklich gut belasten.
Unter Schmerzen übte ich trotzdem Chaturange Dandasana, den Liegestütz im Ashtanga Yoga, allerdings keine Asanas, wo man auf den Unterarmen sein Gewicht trägt, weil es auch gar nicht möglich war. Im Sivananda Yoga, einer weiteren Yoga-Richtung übt man den Skorpion, wie dort der Unterarmstand genannt wird, immer vom Kopfstand ausgehend und drückt sich hoch. Das habe ich tatsächlich in der Form unabhängig von Verletzungen schon 25 Jahre nicht mehr gemacht.
Damals vor 25 Jahren hat mir beim Üben ein Staff Member in einem Center geholfen hineinzukommen, allerdings hat sie mich nicht gut gehalten und ich bin auf mein Gesicht gefallen und da ich zu knapp an der Wand übte, bin ich zusätzlich mit meinen Beinen in den Heizkörper geknallt. Damals hatte ich schon als Yoga-Lehrerin gearbeitet und musste dann mit dicker Unterlippe und Schrammen an den Beinen unterrichten und vermitteln, dass Yoga ein sicherer 'place to be' ist. ;-) Ich kann mich daran erinnern, als wäre es gestern.
Seitdem hatte ich aus diesen Gründen meine Bedenken in diese Asana aus dem Kopfstand zu gehen und das Vertrauen in wen, der mir dabei hilft, ist auf gleich Null geschrumpft. Lustigerweise war nun in meinem Weihnachtsurlaub in diesem Ashram, wo ich Zeit mit Meditieren, Yoga, Chanten und Wandern verbrachte, genau diese Staff member wieder dort, die mich damals runterknallen ließ. Wir haben uns gleich wiedererkannt und die Freude war groß.
Sie war früher einfach noch jung und unerfahren gewesen. Insofern dachte ich, let's give it another try, 25 Jahre später. Und so ließ ich mir von ihr wieder helfen von Shirshasana, dem Kopfstand aus in den Unterarmstand zu kommen. Ängste sind da, um sie zu überwinden und siehe da: Da stand ich wie eine eins.
Wie gehst du mit Ängsten um? Kopf in den Sand und mit den Beinen wackeln oder siehst du sie dir aktiv an und probierst auch Asanas, die du nicht magst oder kannst und machst dadurch auf allen Ebenen bereichernde Erfahrungen? Ich weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn man sich etwas nicht traut oder wo es weh tut, wenn man nicht so flexibel ist und wie man damit am besten umgeht. Immer mit viel Liebe, Geduld, aber auch Mut und konsequentem Dranbleiben.
Möchtest du noch ein paar Asanas vertiefen und dich wohler darin fühlen? Nutze deine guten Vorsätze und starte mit dem 200h YOGA-TEACHER TRAINING am 16.01.26 und lerne noch besser auf deinen Body & Mind achtzugeben. Gib dir einen Ruck und melde dich an, falls du schon lange überlegst eine Ausbildung für dich zu machen und mindestens ein Jahr Yoga übst.👉 Informiere dich hier
Hoffe, du bist gut reingekommen ins Jahr und genießt die ersten Tage in vollen Zügen - mit oder ohne Pincha Mayurasana! 💖
Liebe Grüße,
deine,
Veronika
P.S. Lerne deine Gedanken, den monkey mind, besser im Zaum zu halten und gestalte dein Leben positiv. Du willst die
heilsame Wirkung von regelmäßiger Meditation an dir selbst erfahren? Für die Online Meditations- & Achtsamkeitsleiterausbildung
ab 13.01. immer Di 19:00-21:00 Uhr (außer in den Bayerischen Schulferien) gibt es noch ein paar freie Plätze. Informiere
dich gerne hier.
Falls du nur einmal teilnehmen möchtest an einem
Meditations-Dienstag, kannst du auch gerne
hier buchen.
